Sportstättenförderung: Bund lässt Kommunen im Regen stehen
In vielen deutschen Kommunen sind Sportstätten in einem besorgniserregenden Zustand. 59 Prozent der Städte, Gemeinden und Landkreise stufen den Investitionsrückstand bei ihren Sporthallen als „gravierend” oder „nennenswert” ein.
Als Reaktion darauf hat die Bundesregierung ein Sanierungsprogramm für kommunale Sportstätten versprochen. Trotz der komplizierten Antragsstellung sind über 3.600 Anträge mit einer Gesamtsanierungssumme von 7,5 Milliarden Euro eingegangen. Das Problem: Der Bund hat nur 333 Millionen Euro eingeplant!
Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten” ist somit 21-fach überzeichnet.
Eine Aufstockung der Fördermittel ist nicht vorgesehen, sodass viele Gemeinden leer ausgehen werden.
Der riesige Ansturm macht den katastrophalen Zustand unserer kommunalen Sportstätten deutlich. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages, der über die Auswahl der geförderten Projekte entscheidet, muss sich für weitere Mittel einsetzen. Wir dürfen die Kommunen nicht länger im Regen stehen lassen.

