SPD-Reformvorschläge treffen die Falschen
Die Vorschläge von Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zur Reform der schwächelnden Wirtschaft sind nichts Neues.
Zentrale Reformforderung des SPD-Vorsitzenden ist die Erhöhung der Wochenarbeitszeit. Was die SPD jedoch seit Jahren nicht versteht, ist, dass Erwerbstätige bereits jetzt bereit sind, länger zu arbeiten, wenn sich dies durch ein höheres verfügbares Einkommen auszahlt. Pauschale Forderungen nach weniger Teilzeit und einer höheren Wochenarbeitszeit ignorieren die Realität unseres Arbeitsmarktes.
Deutschland ist eine der größten Wirtschaftsmächte der Welt. Grund dafür sind die vielen Millionen Bürger, die durch Leistung, Einsatz und Innovationsfreude unseren Wohlstand erwirtschaften. Unternehmer mit Verantwortung auf der einen und Arbeitnehmer mit klugen Köpfen auf der anderen Seite sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Wir wollen uns dafür starkmachen, dass dies nicht aus den Fugen gerät. Deshalb wollen wir die hart arbeitende Mittelschicht massiv entlasten. Wir brauchen neue Anreize, damit sich Leistung wieder lohnt.
Eine Mehrwertsteuererhöhung, die Rente nach Beitragsjahren und pauschale Forderungen nach Mehrarbeit sind der falsche Weg!
Stattdessen müssen wir den Mut aufbringen, die Einkommensteuerkurve schrittweise nach rechts zu verschieben und mit der Steuerpflicht erst ab 24.000 Euro, also einem monatlichen Freibetrag von 2000 Euro, zu beginnen. Mit dieser Entlastung möchten wir die Leistungsbereitschaft stärken und den Arbeitnehmern (und Rentnern) eine faire Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg ermöglichen.

